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Neuigkeiten
12.04.2018, 16:53 Uhr
Hessischer Landesverband des Bundes der Vertriebenen wählt neuen Vorstand
Staatssekretär Dr. Dippel und Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf zu Gast beim
Wiesbaden, 12. April 2018 - Zum 70. Mal seit seiner Gründung hat der hessische Landesverband des Bundes der Vertriebenen seine Delegierten zum Landesverbandstag in das Haus der Heimat in Wiesbaden eingeladen.
Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf (links) gratuliert dem neuen BdV-Vorstand um Siegbert Ortmann (8. v. l.).
Nach Eröffnung und Begrüßung zahlreicher Ehrengäste, wie dem Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Dr. Wolfgang Dippel, und der neuen Vorsitzenden des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Flüchtlinge, Aussiedler und Wiedergutmachung (UHW) im Hessischen Landtag, MdL Irmgard Klaff-Isselmann, durch den BdV-Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann und Ehrung der Verstorbenen, übernahm das Tagungspräsidium um Ingwelde Juchum die Leitung des weiteren Verlaufs der Veranstaltung. Stadträtin Helga Skolik übermittelte die Grüße des Oberbürgermeisters der Stadt Wiesbaden Sven Gerich und des gesamten Magistrats. Hierauf folgte die Ansprache von Staatssekretär Dr. Dippel, der die Grüße der Landesregierung, namentlich des Ministerpräsidenten Volker Bouffier und des Sozialministers Stefan Grüttner, überbrachte. Er dankte dem BdV für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und versicherte die Vertriebenenverbände und Landsmannschaften auch in Zukunft der Unterstützung durch die Landesregierung. Den größtenteils in ehrenamtlicher Arbeit erbrachten Leistungen werde in Hessen eine besondere Wertschätzung entgegengebracht. Im Land werde daher viel unternommen, um die Vertriebenenarbeit zu fördern. Da es wichtig sei, „dass gerade jüngere Menschen wissen, was deutsche Geschichte“ bedeute, sei beispielsweise die Vertreibung der Deutschen inzwischen verbindlich in die Lehrpläne hessischer Schulen aufgenommen worden. Er begrüße es daher, dass auch jüngere Menschen zur Mitarbeit in den Verbänden bereit seien. Trotz des Schwindens der Erlebnisgeneration, könne es daher gelingen, den Wandel zu gestalten und die Kultur der Vertreibungsgebiete – die zugleich ein Teil der gesamtdeutschen Kultur sei – zu erhalten. Er hob in diesem Zusammenhang auch die Arbeit der Hessischen Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, besonders hervor und verwies darauf, dass nun auch in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen dem hessischen Beispiel folgend kürzlich Landesbeauftragte berufen worden seien.

Seine Anregung einer engen Zusammenarbeit und eines Gedankenaustauschs griff die ebenfalls anwesende niedersächsische Landesbeauftragte und BdV-Vorsitzende Editha Westmann in ihrer Festrede gerne auf und versicherte, dass es bereits erste Kontakte mit ihrer hessischen Amtskollegin gebe. In bewegenden persönlichen Worten erzählte sie
die Geschichte ihres Vaters, der als Zwölfjähriger aus seiner schlesischen Heimat vertrieben wurde. „Mit offenem Herzen und weiten Augen“ habe sie diese bei ihrem ersten Besuch dort in sich aufgenommen.

Dabei sei ihr bewusstgeworden, was Heimat bedeute: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl.“ Ebenso wie die Landesbeauftragten müssten auch die BdV-Landesverbände freundschaftlich und eng zusammenarbeiten. „Lassen Sie uns gemeinsam die Weichen stellen, Visionen entwickeln und vielleicht auch neue Wege gehen. Lassen Sie uns gemeinsam nach unseren Wurzeln suchen. Es ist wundervoll und erhaben, wenn man sie gefunden hat.“

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde Siegbert Ortmann, der seinen Tätigkeitsbericht unter das Leitmotiv „Bewahren, Erinnern, Versöhnen“ gestellt hatte, mit großer Mehrheit in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Margarete Ziegler-Raschdorf sprach dem neu gewählten Vorstand ihre Gratulation aus und wünschte viel Erfolg für die weitere Arbeit.